Wie Lehrkräfte effektiv ein Burnout vermeiden können

Sylvia Meran

Coaching & Supervision für Lehrkräfte, Schulleitungen und päd. Fachkräfte

Ich schreibe hier in meinen Blog über die Themen Lehrergesundheit, Burnout, Supervision und Coaching. Ich teile mit Ihnen meine Tipps und Erfahrungen als Lehrerin und Coach und zeige Ihnen wie Sie langfristig in diesem Beruf gesund bleiben können.

In meinem Blogpost „Warum leiden so viele Lehrkräfte an Burnout?“ habe ich die Ursachen für die Häufigkeit dieser Erkrankung thematisiert. Zusammenfassend gibt es viele Gründe dafür, warum Lehrer öfter unter Burnout leiden als andere Berufsgruppen.

Oft ist es eine Kombination aus Arbeitsbelastung, mangelnder Unterstützung, fehlender Anerkennung, schwierigem Schüler*innenverhalten und persönlichen Faktoren.

In diesem Beitrag möchte ich Sie wieder etwas motivieren:-) und zeigen, dass es trotz der vielen belastenden und zum Teil ausweglos erscheinenden Situationen an den Schulen, Möglichkeiten gibt, sich rechtzeitig vor einem Burnout zu schützen ohne dass die Qualität der Arbeit darunter leidet.

Arbeitsbelastung reduzieren bzw. bewusst sehen

Vorbereiten, nachbearbeiten, korrigieren, planen, unterrichten, Konflikte lösen, entwickeln, fördern, fordern, hier ein Projekt, da eine Arbeitsgruppe und noch eine Zusatzaufgabe, die Grenzen der Arbeit und des Aufgabenfeldes einer Lehrkraft scheinen oft nicht vorhanden zu sein.

Um so wichtiger ist es, dass Sie selbst lernen eine Grenze zu setzen. Sei es bei Eltern, der Schulleitung, aber auch bei Ihrer eigenen Erwartungshaltung an sich und Ihre Arbeit.

Oft höre ich in meinen Gesprächen mit Lehrkräften, aber auch Schulleitungen die Sätze „Aber ich muss doch…“ bzw. „Die anderen machen viel mehr als ich“. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich oft, dass die Person durchaus viel macht, dies aber bei sich selbst gar nicht sehen kann.

Und eine weitere Frage, die ich dann oft stelle, „Sind Sie mit sich und Ihrem Unterricht zufrieden?“ führt tatsächlich manchmal kurz zu verwirrten Gesichtern. 

Was ich damit bezwecken will und Ihnen damit auf den Weg geben möchte: Stellen Sie sich und Ihre Arbeit in den Fokus. Sind SIE mit sich und Ihrer Arbeit zufrieden, schaffen Sie es Ihre Lerngruppe zu motivieren, zu fordern und zu fördern, mit den individuellen Voraussetzungen, die Sie vorfinden? Dann machen SIE genug und dürfen auch mal wohlverdient die Füße hochlegen und nachmittags ein Eis essen.

 

Sich der gesamt Arbeitszeit bewusst werden

Die Definition von Arbeit ist gerade im Lehrberuf tückisch.

Oft zählen wir nur das Unterrichten und die Vorbereitung dazu. Aber jede Email, die Sie beantworten, jedes Konfliktgespräch, das Sie in der großen Pause oder nach der Unterrichtszeit führen, jede Konferenz, jede Teilnahme an Steuerungsgruppen oder Gespräche mit Kolleg*innen über Schüler*innen gehören zu Ihrer Arbeitszeit, tatsächlich zählt auch die Fahrt zwischen zwei Arbeitsstellen zu Arbeitsleistung dazu.

Nehmen Sie sich einmal ein Blatt Papier und notieren Sie eine Woche (einen Monat) lang, exakt was Sie alles arbeiten, mit genauer Zeitangabe. Auch wenn Sie 5 Minuten erfolglos versuchen einen Erziehungsberechtigten zu erreichen, am Kopierer stehen oder sich durch neue Verwaltungsvorschriften lesen.

Es wird Ihnen helfen Ihre Arbeitsleistung bewusst zu sehen und zeigt auch in welchem Bereich Arbeit oder Zeit gespart und effizienter gestalten werden kann.

Gehe in deiner Arbeit auf, nicht unter.

Jacques Tati (frz. Schauspieler)

Eigene Erwartungshaltung an die Unterrichtsstunden der Realität anpassen

Oft erlebe ich, dass Lehrkräfte eine sehr hohe Erwartungshaltung an sich und Ihren Unterricht haben. Was ja per se nicht schlecht ist.

Führt dieser Anspruch jedoch dazu, dass man unentwegt arbeitet, kein Ende findet und der eigene Druck einen fast erschlägt, dann ist es an der Zeit die Erwartungshaltung der Realität und dem Machbaren anzupassen.

Das Schwierigste dabei ist, zu sehen, dass weniger perfekt nicht schlimm ist bzw. es nicht täglich die perfekte Stunde braucht, damit Schüler*innen einen Lernzuwachs erreichen. Mal abgesehen davon, dass eine perfekt geplante Stunde nicht garantiert, dass Ihre Schülerschaft dadurch besser, lieber oder überhaupt etwas lernt. Für mich gab es in dieser Hinsicht ein AHA Erlebnis.

Es braucht nicht immer die perfekte Stunde

Ich unterrichtete gerade an einer Hauptschule, vor allem in den Klassen 7-9. Meine Neuntklässler*innen strotzen nicht gerade vor Motivation um etwas über die DNA zu erfahren (was ich bis heute nicht verstehen, kann, da es mein Lieblingsthema ist, aber gut).

Um dies zu ändern bereitete ich aufwendig eine Stunde zum Watson Crick Modell vor, inklusive einem eigens geschriebenen Dialog zwischen Watson mit Crick. Ich freute mich sehr auf diese Stunde, die auf dem Papier nach der perfekten Stunde, ich würde sogar sagen nach der perfekten Prüfungsstunde aussah. Aber was war, ich konnte trotz dieser Stunde und meiner Leidenschaft für das Thema, den Funken nicht überspringen lassen. Die Jugendlichen verzogen keine Mine, schrieben artig ihre Text ab, aber Begeisterung und Interesse zu dem Thema war nicht sichtbar.

Ich war tatsächlich nach dieser Stunde, in die ich sehr viel Energie und Gedanken über die Lerngruppe gesteckt hatte, frustriert. Ich resigniert und orientierte mich an der Klassenlehrerin und bereitete für die nächsten Stunden einen Wochenplan vor, den es abzuarbeiten galt. Nicht spannend, aber spannend hatte ja auch nicht funktioniert. Und diese Vorbereitung für 3 Unterrichtsstunden war schneller erledigt, als die für die ‚perfekte‘ Stunde.

Und hier hatte ich mein AHA Erlebnis.

Die Schüler*innen arbeiteten mit ihrem Plan in der Hand, im Schulhaus verteilt, entspannt an Ihren Aufgaben. Es gab kein Gemecker, kein Gemotze und keine Diskussionen wie in anderen Stunden. Und das beste war, ich hatte Zeit den einzelnen durchaus sehr an dem Thema interessierten Schüler*innen spezifischere Fragen zu beantworten ohne dass der Rest gestört hat. Diese Stunden haben mir tatsächlich mehr Spaß gemacht, als die vorherige, die laut Papier für alle das hätte sein sollen.

Es muss nicht immer die perfekte, durchgestylte Stunde sein.

Es muss zu der Lerngruppe passen und schlussendlich hängt Lernen leider auch von der Bereitschaft der Schüler*innen ab, etwas lernen zu wolle. Das änderte sich, so wie in meinem Fall auch nicht, wenn man sich dafür auf den Kopf stellt und eine spektakulären Unterricht konzipiert.

Es muss also nicht immer perfekt sein. Es darf auch einfach mal ein stink normale unspektakuläre Stunde sein.

Eine Schulleiterin hat dazu mal zu mir gesagt: „Sie müssen nicht für jede Stunde eine neues Arbeitsblatt konzipieren, wenn sie das machen gehen Sie irgendwann hops. Wir haben gute und teure Bücher hier an der Schule nutzen Sie sie!“

Passen Sie Ihre Erwartungshaltung der Realität an.

Auf Dauer können Sie nicht 15,20,28h perfekt und kreativ vorbereiten, ohne dass es sich negativ bemerkbar macht. Klären Sie für sich die Fragen:

  • Was braucht es für meine individuelle Lerngruppe, damit die, die bereit zum Lernen sind lernen können? 
  • Bei welchen Arbeitsformen schaffe ich die Arbeitsatmosphäre, die meine Schüler*innen benötigen um lernen zu können. 

So viele tolle offenen Methoden es gibt, so schwierig kann es sein diese in einer Lerngruppe anzuwenden, die Schwierigkeiten hat lange ruhig und konzentriert zu arbeiten. Wenn Sie nach jedem Methodenwechsel doppelt so lange brauchen, um wieder Ruhe in das Klassenzimmer zu bekommen, braucht es das alles nicht.

Meiner Meinung nach ist die erste Prämisse, die man an seinen Unterricht stellen sollte:

Ermöglicht er eine Arbeitsatmosphäre und Umgebung, in der alle gleichermaßen gut und ungestört lernen können. 

Alles anderen kann dem erst einmal hinten angestellt werden.

 

Herausfordernde Schüler*innen

Herausforderndes Schüler*innenverhalten, kann man in allen Bildungs- und Altersstufen sehen. Die Ausprägungen sind so individuell wie die Kinder und Jugendlichen selbst.

Je nachdem wie hilflos die Lehrkraft sich gegenüber diesem Verhalten fühlt oder wie schwer das herausfordernde Verhalten ist, führt dies auf Dauer zu einer enormen Belastung.

Und auch wenn es oft den Anschein macht, dass man mit so einem Problem alleine dasteht, entspricht dies nicht der Wirklichkeit. Diverse Studien über die letzten Jahrzehnte verteilt, zeigen dass das Schüler*innenverhalten einen großen Faktor der Belastungen von Lehrkräften ausmacht. 

In Ihrem Umfeld haben Sie das noch nie gehört? 

Das kann ich mir gut vorstellen und das ist tatsächlich eines der größten Problem an der Sache. Das allgemeine Schweigen. Dabei ist gerade in diesem Punkt das darüber Sprechen um so wichtiger. 

Über Problem zu sprechen ist wichtig

  1. Um zu sehen, dass es nicht nur mir so geht, dass es zu einem Grad „normal“ in diesem Beruf ist
  2. Reden befreit, manchmal hilft es einem schon seinen Ballast verbal abzuwerfen 
  3. Nur wenn man das Problem anspricht, können Lösungen gefunden werden. 

Supervision und Coaching als Lösung

Deswegen bin ich auch ein großer Fan von Supervision, Coaching und kollegialer Fallbesprechung (und nicht nur, weil ich das jetzt beruflich mache). Denn in diesen Settings werden genau die oben erwähnten Punkte abgedeckt.

Und da ich das Glück hatte, eine paar Jahr in einem Umfeld zu arbeiten, in dem sowohl Supervision als auch kollegiale Fallbesprechung praktiziert wird, weiß ich wie gut und hilfreich dies auf Dauer sein kann. (Supervision ist mehr als Problemlösung)

Vier Jahre habe ich an einem SBBZ mit sozial-emotionalen Förderschwerpunkt gearbeitet, herausforderndes Schüler*innenverhalten war der Alltag. Aber durch die oben erwähnten Punkte und meiner persönlichen Weiterbildung und -entwicklung, konnte ich Strategien und Methoden entwickeln um damit besser umgehen zu können. Und so sehe ich heute herausforderndes Schüler*innenverhalten nicht mehr als Belastung. Natürlich ist es nach wie vor anstrengend, aber es zermürbt und laugt mich nicht mehr aus, so wie es das früher getan hat. 

Deswegen suchen Sie sich Vertrauenspersonen, im besten Fall im eigenen Kollegium, aber auch außerhalb Ihrer Schule, mit denen Sie offen über herausforderndes Schüler*innenhalten reden können. Versuchen Sie an Supervisionsrunden teilzunehmen („Was ist Supervision und wie kann Sie Lehrkräften helfen“)oder investieren Sie in ein professionelles Coaching, vielleicht ist es möglich die kollegiale Fallbesprechung als festen Bestandteil an Ihrer Schule zu etablieren. 

Finden Sie einen Weg Ihre Probleme anzusprechen, nur so kann auch eine Lösung gefunden werden.

Selbstwirksamkeit gegen das Gefühl der Sinnlosigkeit 

Es hat mich zeitweise sehr viel Energie gekostet, zu sehen, dass die Rahmenbedingungen oft eine Lösung des Problems verhindern bzw. ich selber nichts zu Verbesserung der Lage beisteuern kann.

Denn oft haben einfach die zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten oder die zeitlich vorgegebenen Rahmen für fast alles, mich daran gehindert, den Unterricht so zu halten wie ich es gerne gewollt hätte. Beziehungsweise alle meinen Schüler*innen so zu unterrichten damit sie mit ihren individuellen Voraussetzungen das Lernziel erreichen können.

Die Rahmenbedingungen sind jedoch von unserer Seite aus kaum änderbar. Dementsprechend kann es helfen sich im Gesamtsystem Schule zu sehen und die Rolle und Möglichkeiten der einzelnen Lehrkraft zu identifizieren, um so auch die Wunschvorstellung mit der Realität in Einklang zu bringen. Dabei kann sowohl Supervision, aber auch professionelles Coaching helfen. 

Weiterhin können Sie sich im Privaten Projekte vornehmen, deren Prozess und Ergebnis Sie selbst in der Hand haben. Legen Sie sich einen Gemüsegarten an, streichen Sie Ihr Wohnzimmer, bauen Sie ein Vogelhaus, fertigen Sie ein Kleidungsstück an … eine Freundin von mir hat sich als Ziel gesetzt den perfekten Hefezopf zu backen, eine andere recycelt alte Möbelstücke und baut sich daraus etwas Neues. Ich persönlich erweitere gerade meine Backfähigkeiten, als nächstes kommt der Biskuitboden dran…

Mit diesen Methoden schlagen Sie dann sogar zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie spüren ihre eigene Wirksamkeit und durch die gezielte Beschäftigung mit einer andern Sache schalten Sie automatisch vom Berufsalltag ab. Also was ist ihr nächstes Projekt?

 

Die privaten Grenzen achten und für Ausgleich sorgen

Abschalten lernen

Wenn Sie das Schulhaus verlassen, habe Sie in der Regel noch nicht Feierabend. Zuhause setzen Sie sich an Ihre Unterrichtsvorbereitung oder andere schulspezifische Themen. Meist erlebe ich, dass Lehrkräfte auch nachts mit Problemen kämpfen, sei es unterbewusst mit einem unruhigen Schlaf oder mit langen Wachphasen dazwischen. Wie wichtig ein regelmäßiger, guter und ausreichender Schlaf für die Gesundheit, Energie und allgemeine Ausgeglichenheit ist, hab ich in den ersten Jahren mit meinen Kindern wieder bitter spüren müssen. Denn es ist extrem wichtig. 

Aber was tun, wenn einem die Arbeit den Schlaf raubt?

  1. Finden Sie einen Weg nach Schulschluss, um ihren Kopf zu „leeren“. Mir persönlich hilft dabei immer Bewegung an der frischen Luft. Nicht joggen, sondern eher spazieren gehen, aber mit einem etwas zackigen Tempo. Und dies mind. 30 Minuten. Das hat nicht nur den Vorteil, dass Sie so genügend Serotonin aufbauen können, was der Körper abends/nachts zur Umwandlung in Melatonin benötigt, sondern auch Stress wird nach dieser Zeit langsam abgebaut. 
  2. Werden Sie abends noch von Gedanken blockiert, können Sie versuchen eine Tätigkeit zu finden, die Ihre Gedanken auf was anders lenkt. Probieren Sie neue Kochrezepte aus, probieren Sie sich am Meditieren oder allgemein an Yoga oder lesen Sie wie ich einen Roman, der einfach schön ist oder starten Sie wie Michelle Obama mit dem Stricken. 
  3. Setzen Sie sich klare Grenzen. Arbeiten Sie täglich nur bis zu einer gewissen Uhrzeit in den Abend herein. Ist die Zeit erreicht, machen Sie Schluss ohne Umschweife. Arbeitsemails und Nachrichten werden dann auch nicht mehr gelesen! Kommunizieren Sie dies gerne an Ihr Umfeld, dann entsteht auch keine Erwartungshaltung, dass Sie nach 20 Uhr noch auf eine Nachricht reagieren (So setzten Sie klare Grenzen im Kollegium). Auch Sie haben das Recht auf einen ungestörten Feierabend. Mir hat es tatsächlich auch geholfen, das Handy eine Stunde bevor ich schlafen gehen auszuschalten. So gehe ich sicher, dass nachdem mein Kopf den Tag verarbeitete hat und „leer“ ist, nicht kurz vor dem Schlafen gehen mit einer Nachricht zum Grübeln gebracht wird. Ich kann dadurch tatsächlich besser einschlafen als früher.

 

Privater Ausgleich bzw. Abwechslung

In einem Beruf, der einen nicht nur zeitlich sondern auch emotional sehr einnimmt, ist es wichtig sich eine Pause gönnen zu können. Damit auch der Kopf eine Ruhepause bekommt, bieten sich vor allem sportliche und kreative Aktivitäten an, bei denen man sich auf eine Sache konzentrieren muss.

Aber auch ein Sprachkurs kann ein tolle Alternative sein, um sich auf eine andere Sache zu konzentrieren. Ebenfalls bietet er die Möglichkeit auch einmal über anderen Themen als den Arbeitsalltag reden zu können und eventuell bekommt man dabei sogar immer ein bisschen Urlaubsfeelings.

Hilfreich sind tatsächlich fixe wöchentliche Termine:

  1. Weil man es dann kontinuierlich in seinen Alltag einbaut (und nicht wegen der Arbeit ausfallen lässt)
  2. Zwingt es einen an diesem Tag zu einem bestimmten Zeitpunkt mit der Arbeit aufzuhören
  3. Hilft einem die Vorfreude auf diese Aktivität auch an einem anstrengenden Tag durchzuhalten
  4. Bietet es regelmäßige Sozialkontakte, die sich von denen aus dem Arbeitsumfeld abheben 
  5. Durch die gemeinsame Aktivität hat man sofort ein anders Gesprächsthema als den Job. Und verstehen Sie mich jetzt nicht falsch. Ich finde es weiterhin wichtig, dass die Probleme und Schwierigkeiten im Beruf thematisiert werden und darüber gesprochen wird. Aber im Privaten darf man sich da durchaus auch einfach mal eine Pause gönnen.

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.

Astrid Lindgren

 

Trennung zwischen Beruf und Privatleben

Es wurden nun schon einige Punkte erwähnt wie es möglich ist, sich selbst eine gedanklich Pause von der Arbeit zu nehmen. Damit auch sichtlich eine Trennung besteht, kann es von Vorteil sein, seine komplette Arbeitsleistung an der Schule zu erledigen.

Ich weiß, dass feste Büros und Arbeitsplätze leider noch nicht zum Standard an den Schulen gehören, aber vielleicht findet sich eine kreative Lösung, wie Sie einen Raum an der Schule für Ihre Vor- und Nacharbeit nutzen können. Lassen Sie dann auch alle Sachen in der Schule und nehmen nichts mit nach Hause. So garantieren Sie, dass Sie, wenn Sie das Schulhaus verlassen auch wirklich Feierabend haben.

Ist das Arbeiten an der Schule nicht möglich, richten Sie sich zuhause ein richtiges Büro ein – in dem Sie nur sind, wenn Sie arbeiten. Setzten Sie sich auch hier ein Zeitfenster. Wie z.B. ich arbeite täglich nur bis 17 Uhr, was bis dahin nicht geschafft ist, mach ich morgen. Danach gehen Sie aus Ihrem Büro und bleiben draußen!

Ist das eigene Büro zuhause auch nicht möglich, kann vielleicht ein separater Arbeitsplatz bei Freunden oder Bekannten in deren Betrieb, Firma, Praxis angemietet oder mitbenutzt werden.

Egal wo und wie Sie arbeiten legen Sie für sich feste Arbeitszeiten fest, halten Sie sich an die gesetzte Endzeit und zelebrieren Sie den Feierabend mit dem Schließen einer Tür, mit dem Hören eines guten Songs, einer sportlichen Betätigung oder klappen Sie einfach nur Ihren Kalender zu und sagen mit einem Lächeln „Feierabend“ und widmen sich dann ausschließlich Ihrem Privatleben. Meine Kinder rufen am Freitag immer mit nach oben geworfenen Armen „Hoch die Hände, Wochenende“, probieren Sie das auch mal aus, es macht echt Spaß ;-).

Und in diesem Sinne, wenn ich gerade auf mein Arbeitszeitfenster schaue, komm ich nun zu einem Ende ;-). 

Lehrkräfte können sich vor Burnout schützen

Burnout unter Lehrkräfte ist ein ernstzunehmendes Thema. Die Rahmenbedingungen, die dies fördern werden leider nicht so schnell verschwinden oder sich verbessern. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie selbst für sich einen Weg finden, um sich vor einem Burnout zu schützen. Was glücklicherweise möglich ist. Gerne unterstütze ich Sie mit meinen Angeboten dabei. Damit Sie langfristig gesund, gut und gerne arbeiten können!

Sylvia Meran

Coaching & Supervision 
für Lehrkräfte, Schulleitungen und päd. Fachkräfte

Ich schreibe hier in meinem Blog über die Themen Lehrergesundheit, Burnout, Supervision und Coaching. Ich teile mit Ihnen meine Tipps und Erfahrungen als Lehrerin und Coach und zeige Ihnen wie Sie langfristig in diesem Beruf gesund bleiben können.

Ich freue mich von Ihnen zu hören:

Herzlich, Ihre

Sylvia Meran

Coaching, Beratung und Supervision für Lehrkräfte und Schulleitungen

Burnout bei Schulleitungen: Warum die Erschöpfung oft lange unbemerkt bleibt

„Unsere Schulleitung fehlt doch schon seit Wochen.“ „Meine Schulleitung ist jetzt auch noch ausgefallen.“ „Bei uns herrscht totales Chaos – unsere Schulleitung wurde von heute auf morgen krankgeschrieben und bittet darum, nicht kontaktiert zu werden.“ Burnout. Burnout. Burnout. So lautete jedes Mal die Antwort auf meine Frage nach dem „Warum?“ Und es handelt sich längst ... Weiterlesen

Burnout als Schulleitung vorbeugen – konkrete Strategien, die im Alltag wirklich funktionieren

„Ich glaube, ich weiß, was schiefläuft – aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.“ Diesen Satz hat neulich eine Schulleitung zu mir im ersten Coaching gesagt. Und ich höre ihn – in verschiedenen Varianten – immer wieder. Er beschreibt etwas, das viele Schulleitungen kennen: das Gefühl, den Überblick verloren zu haben. Nicht weil es ... Weiterlesen

Vom Kollegen zur Schulleitung: So meistern Sie den Rollenwechsel souveräner

In diesem Blogartikel erfahren Sie, wie Sie diesen Rollenwechsel erfolgreich meistern. Sie erhalten praktische Tipps, erste Impulse und Einblicke, wie Coaching Sie in dieser neuen Rolle unterstützen kann. Gestern noch im Lehrerzimmer gesessen, gelacht, sich ausgetauscht, vielleicht auch mal sich über die Schulleitung beschwert. Und heute betreten Sie denselben Raum und plötzlich verstummen die Gespräche. ... Weiterlesen

Coaching für Schulleitungen: Allein an der Spitze und doch nicht allein

In diesem Artikel erfahren Sie, welche besonderen Herausforderungen die Rolle der Schulleitung mit sich bringt und wie Coaching dabei helfen kann, Führungsfragen zu klären, schwierige Situationen zu reflektieren und neue Handlungssicherheit zu gewinnen. Erinnern Sie sich noch genau an den Moment, als feststand, dass Sie diese Aufgabe übernehmen werden? Vielleicht war es ein großer Wunsch ... Weiterlesen

Lehrer brauchen Ferien: Warum Erholung so wichtig ist und wie Sie neue Energie gewinnen

Ferien sind für Lehrer weit mehr als nur eine Pause vom Schulalltag. Sie sind die Zeit, in der Körper und Geist wieder auftanken können. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Erholung so wichtig ist und wie Sie Ihre Ferien gezielt nutzen, um neue Energie und Kraft zu gewinnen. „Jetzt hat der schon wieder Ferien.“ Das ... Weiterlesen

Supervision für Lehrkräfte: Warum es mehr ist als nur Problemlösung

Was gehört eigentlich in eine Supervision? Für Lehrerinnen und Lehrer kann dieser Raum weit mehr sein als reine Konfliktlösung. Supervision bietet die Möglichkeit, Erfolge zu reflektieren, Strategien für den Schulalltag zu entwickeln und Belastungen bewusst einzuordnen. Lesen Sie in diesem Blogartikel, wie Supervision im Schulalltag wirken kann und warum es sich lohnt, diesen geschützten Raum ... Weiterlesen

Achtsam im Lehreralltag: So bringen kleine Pausen Ruhe, Energie und Fokus zurück

Erfahren Sie in diesem Artikel, warum es so wichtig ist, die Signale Ihres Körpers nicht zu überhören und wie Sie als Lehrkraft wieder achtsam mit sich umgehen können. Haben Sie diesen Satz schon einmal gehört? „Wenn Sie sich damit wohler fühlen, können wir das noch mal überprüfen.“ Im letzten Monat habe ich ihn gleich zweimal ... Weiterlesen

Stress im Lehreralltag reduzieren: Weniger „müssen“, mehr „wollen“ – so gelingt’s im Schulalltag

Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie als Lehrkräfte durch den Wechsel vom „Ich muss“ zum „Ich will“ Stress im Schulalltag reduzieren, innere Blockaden lösen und wieder mehr Freude an ihrer Arbeit gewinnen. In meinem letzten Urlaub habe ich mich selbst dabei erwischt, wie oft ich das Wort „muss“ verwendet habe – obwohl ich im ... Weiterlesen

Bin ich eine schlechte Lehrkraft? Warum Coaching kein Makel ist, sondern Stärke zeigt.

„Ich will nicht, dass man denkt, dass ich eine schlechte Lehrkraft bin. Aber ich merke, dass ich Hilfe brauche.“Solche oder ähnliche Sätze höre ich oft, wenn es um das Thema Coaching für Lehrkräfte geht. Hilfe zu suchen, sich überfordert zu fühlen, wird leider noch viel zu oft als Makel angesehen. Als Zeichen, dass man seinen ... Weiterlesen

Entspannt durchs Schuljahr – praktische Tipps für Lehrkräfte gegen Stress und Erschöpfung

Lesen Sie in diesem Artikel, wie sie als Lehrkraft die größten Energiefresser im Schulalltag erkennen, Stresssituationen meistern und ihre Ressourcen gezielt schützen. Damit Sie das Schuljahr voller Energie, Freude und Gelassenheit gestalten und die Ferien wirklich zur Erholung nutzen können. Entspannt durch das Schuljahr- geht das? Vielleicht erinnern Sie sich noch daran… In den letzten ... Weiterlesen

Frust im Lehreralltag? So verhindern Sie, dass er zur Belastung wird.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich Frust im Schulalltag langsam aufbaut und was Sie tun können, bevor er Sie ausbremst. Schon mal in einer Konferenz ausgerastet? Nein? Ich schon!Aber vielleicht kennen Sie solche Situationen: Sie sind einer Arbeitsgruppe zugeteilt, die eifrig jede Woche nachmittags an einem vorgegebenen Thema arbeitet – Schulentwicklung nennt sich das ... Weiterlesen

Wertschätzung für Lehrkräfte – Warum ein „Danke“ nur der Anfang ist

Erfahren Sie in diesem Artikel warum Wertschätzung für Lehrer*innen so wichtig ist – und wie sie gelingt! Vor Kurzem hatte ich mal wieder die Gelegenheit, einen pädagogischen Tag zu leiten. Es war ein intensiver und langer Tag – acht Stunden voller Austausch, Impulse und gemeinsamer Reflexion. Wie nach solchen Veranstaltungen üblich, stürmen die einen gleich ... Weiterlesen
Überlastete Lehrerin

Lehrergesundheit stärken: Warum Selbstfürsorge die beste Prävention ist

Erfahren Sie in diesem Artikeln warum Lehrkräfte öfter „Nein“ sagen sollten – und wie es gelingt! Ich habe keine Zeit, ich muss noch … Ein Satz, den ich früher oft benutzt habe und den ich auch von Freunden, Lehrkräften und in meinen Coachings sehr oft höre. Interessanterweise fällt dieser Satz häufig im Zusammenhang mit der ... Weiterlesen

So erleben Lehrer*innen die Adventszeit ohne Hektik: Praktische Tipps für weniger Stress und mehr Freude!

Ich wünsche Ihnen allen eine besinnliche Weihnachtszeit.Jetzt schon? Warum es sich lohnt, bereits im November mit den Vorbereitungen für Weihnachten und die Adventszeit zu beginnen, erfahren Sie in diesem Beitrag. Auch wenn die letzten Wochen des Jahres oft von zahlreichen Veranstaltungen, Terminen und To-Do-Listen geprägt sind, gibt es viele Möglichkeiten, diese besondere Zeit des Jahres ... Weiterlesen

Lehrer und Burnout: 10 Warnsignale, die Sie nicht ignorieren sollten

In unserer hektischen Welt wird die Bedeutung von Selbstfürsorge und Achtsamkeit am Arbeitsplatz immer wichtiger. Besonders im Bildungsbereich, wo Lehrkräfte täglich zahlreichen Anforderungen und Stress ausgesetzt sind, ist die Gefahr eines Burnouts allgegenwärtig. Doch wie erkennt man die Anzeichen eines Burnouts? Vor elf Jahren machte ich selbst die schmerzhafte Erfahrung und möchte in diesem Artikel ... Weiterlesen

Faule Lehrer: Wie mangelnde Wertschätzung den Beruf gefährdet und was Lehrer persönlich dagegen tun können

Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei – ein veraltetes Klischee, das die Realität des Lehrberufs weit verfehlt. Hinter dem vermeintlich entspannten Leben des Lehrers, des Halbtagsjobbers, verbirgt sich eine Realität voller Hingabe, Überstunden und emotionaler Herausforderungen. In meinem Blogartikel erfahren Sie, wie Wertschätzung und Anerkennung den entscheidenden Unterschied im Lehrerberuf ausmachen können und was ... Weiterlesen