Liebe Kolleginnen und Kollegen,
kennen Sie das? Ihr Kalender ist randvoll, Ihre To-do-Liste wächst schneller, als Sie sie abarbeiten können, und dennoch sagen Sie „Ja“ zu noch einer Aufgabe. Weil es sonst keiner macht. Weil Sie niemanden hängen lassen wollen. Weil es eben dazugehört.
Und dann? Dann bleibt wieder keine Zeit für Sie selbst. Kein ausgiebiges Frühstück, kein Sport, kein Moment der Entspannung. Sie funktionieren – aber fühlen Sie sich auch wohl dabei?

Ich verstehe Sie! Mir ging es lange genauso. Als Lehrkraft wollte ich alles unter einen Hut bekommen, für alle da sein – und habe dabei nicht gemerkt, dass ich mich selbst immer weiter vernachlässige. Bis ich gelernt habe, dass Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern eine Notwendigkeit. Und dass „Nein“ zu anderen oft „Ja“ zu sich selbst bedeutet.
Hier sind 5 Strategien, mit denen auch Sie lernen, Nein zu sagen – und das ohne schlechtes Gewissen:
1. Setzen Sie Prioritäten
Nicht jede Aufgabe ist gleich wichtig – und Sie müssen nicht alles übernehmen. Fragen Sie sich: Ist das wirklich notwendig? Muss ich das jetzt tun? Eine realistische To-do-Liste hilft, den Fokus auf das Wesentliche zu legen.
2. Planen Sie Selbstfürsorge als festen Termin ein
Ein Spaziergang, eine Pause mit einer Tasse Tee oder einfach mal durchatmen – das gehört genauso in Ihren Kalender wie eine Konferenz oder ein Elterngespräch. Und dann halten Sie sich daran!
3. Kommunizieren Sie klar und freundlich
„Danke, dass Sie an mich denken, aber ich kann das aktuell nicht übernehmen.“
„Ich würde gern helfen, aber meine Kapazitäten sind erschöpft.“
Probieren Sie es aus – ein Nein kann höflich sein und wird oft besser akzeptiert, als Sie denken!
4. Fangen Sie mit kleinen Neins an
Sie müssen nicht sofort alles ablehnen. Beginnen Sie mit kleinen Dingen: eine zusätzliche AG, eine freiwillige Aufgabe. Jedes Nein stärkt Ihr Selbstbewusstsein!
5. Lassen Sie Schuldgefühle los
Es ist völlig in Ordnung, sich abzugrenzen. Denn wenn Sie sich ständig überfordern, leidet nicht nur Ihre Energie – sondern auch Ihre Freude am Beruf. Und das spüren auch Ihre Schülerinnen
Stellen Sie sich vor…
… Sie wachen morgens auf und fühlen sich wirklich ausgeruht.
… Sie gehen entspannter durch den Schultag, weil Sie nicht mehr alles auf Ihre Schultern laden.
… Sie haben wieder mehr Zeit für das, was Ihnen wichtig ist – Familie, Freunde, Ihre Hobbys.
Und das Beste? Sie unterrichten mit mehr Freude, sind motivierter und geben Ihre Energie viel bewusster weiter!
Probieren Sie es aus, denn Ihre Gesundheit zählt! Wagen Sie es, Nein zu sagen – für mehr Leichtigkeit, Kraft und Zufriedenheit. Und vor allem: für sich selbst.
Ich bin gespannt:
Welches „Nein“ probieren Sie in der kommenden Schulwoche aus? Schreiben Sie es mir!
Herzliche Grüße,
Sylvia Meran
Wenn du ja sagst, dann sei dir sicher, dass du nicht nein zu dir selbst sagst.
Paulo Coelho










