In unserer hektischen Welt wird die Bedeutung von Selbstfürsorge und Achtsamkeit am Arbeitsplatz immer wichtiger.
Besonders im Bildungsbereich, wo Lehrkräfte täglich zahlreichen Anforderungen und Stress ausgesetzt sind, ist die Gefahr eines Burnouts allgegenwärtig.
Doch wie erkennt man die Anzeichen eines Burnouts? Vor elf Jahren machte ich selbst die schmerzhafte Erfahrung und möchte in diesem Artikel zehn häufige Symptome beleuchten.
Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, wie leicht es ist, sich in die Falle der Überlastung zu begeben, aber auch, wie wichtig es ist, rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Wenn Sie sich selbst oder Ihre Kollegen in diesem Teufelskreis erkennen, sollten Sie nicht zögern, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Mein Ziel ist es, Lehrkräften dabei zu helfen, das Sie langfristig gesund, gut und gerne an der Schule arbeiten können!
Ein Burnout sieht man nicht jedem an
Haben Sie sich jemals in einer Situation wiedergefunden, in der äußerer Erfolg mit innerer Belastung einherging?
Neulich konnte ich dazu ein Gespräch, das neben mir in der S-Bahn ablief, nicht ignorieren.
Und folgender Gesprächsteil ist mir im Gedächtnis geblieben: „Wenn jemand sieht, dass man seit dem letzten Treffen abgenommen hat, wird man dafür gelobt. Aber keiner kommt dabei auf die Idee zu fragen, ob es einem gut geht. Denn oft steckt doch viel mehr dahinter“.
Ich konnte diesen Gedanke nachvollziehen, denn mir ging es vor 11 Jahren ähnlich.
Ich wurde mal wieder einer neuen Schule zugeteilt und arbeitete mich in das neue Schulsystem ein. Das Jahr davor war ich an der Förderschule, nun an der Hauptschule. Ich unterrichtete wieder einmal Fächer, die ich nicht studiert, geschweige denn in den Klassenstufen schon einmal unterrichtet hatte.
Ich lernte innerhalb kürzester Zeit über 100 neue Namen, das System bzw. die Regeln an der neuen Schule und versuchte mir den Respekt der Schüler*innen zu erarbeiten.
In dieser Zeit arbeitete ich nur.
Überlastung und mangelnde Selbstfürsorge sind oft der Anfang
In den Pausen, nach Schulschluss, abends, am Wochenende und natürlich in den Ferien. Anders war es, nach meiner Meinung, auch gar nicht machbar.
Ich war gerade zwei Jahre aus dem Referendariat raus und hatte dementsprechend noch eine extrem hohe Erwartungshaltung an mich selbst, den Unterricht und unweigerlich auch an den Erfolg der Schüler*innen.
In kürzester Zeit nahm ich unbewusst 10 Kilo ab, was in jeglicher Hinsicht nicht gesundheitsförderlich war. Aber ich hatte während des Schultages kaum Zeit zum Essen und abends oft keinen Hunger mehr. Ich war ca. zwei Monate an dieser Schule bis ich eine Verwandte traf, die meinte „Du hast abgenommen, das steht dir gut!“ Und ich dachte nur ja, aber sonst geht es mir beschissen.
Wenn die Arbeit nur noch Pflichterfüllung ist – ist ein Burnout nicht mehr weit entfernt!
Im dritten Monat an dieser Schule schleppte ich mich wortwörtlich jeden Tag zur Arbeit, absolvierte alles, was zu erledigen war, übernahm natürlich zusätzliche Aufgaben, denn ich gab die Hoffnung nicht auf, endlich eine Beamtenstelle zu erhalten.
Freude und Spaß hatte ich aber an meinem Job nicht mehr. Es war eine Pflicht, die es zu erfüllen galt. Und natürlich traute ich mich nicht mit jemanden darüber zu reden, weil alle anderen so entspannt und fröhlich wirkten.
Ich dachte, dass nur ich Probleme habe.
Das war natürlich nicht so, was ich aber erst in meiner letzten Woche an der Schule erfuhr. Zu diesem Zeitpunkt stand ich alleine da und war am Ende. Ich wies alle Anzeichen eines Burnouts auf:
10 Anzeichen eines Burnouts:
- Reduzierte Leistung oder Produktivität
- Schwierigkeiten bei der Konzentration
- Gedächtnisprobleme
- Schlafstörungen
- Reizbarkeit
- Angstzustände
- Depressionen
- Rückzug von Kollegen*innen oder sozialen Aktivitäten
- Körperliche Beschwerden wie Migräne, Nackenschmerzen oder Magen-Darm-Probleme
- Negative Einstellung gegenüber der Arbeit
Zum Glück erkannte ich dies rechtzeitig und traf für mich den besten Entschluss meiner beruflichen Laufbahn und kündigte. Leider ist diese Möglichkeit den meisten Lehrkräften verwehrt. Und so fällt es oft schwer sich selbst aus der Burnout Falle zu befreien. Dementsprechend ist es umso wichtiger, dass Lehrkräfte um diese Gefahr wissen und rechtzeitig Vorkehrungsmaßnahmen ergreifen, um sich vor einem Burnout zu schützen.
Denn Burnout ist nicht die „normale“ physische und emotionale Erschöpfung aufgrund harter Arbeit oder Stress am Arbeitsplatz, sondern ein ernsthaftes Problem, das ein Umdenken und professionelle Unterstützung erfordert. Wenn Lehrer oder Lehrerinnen Anzeichen von Burnout bei sich selbst oder bei Kolleg*innen feststellen, sollten sie Unterstützung suchen und Strategien entwickeln (z.B. durch ein Coaching), um die Belastungen zu reduzieren. Gerne unterstütze ich Sie dabei mit meinen Angeboten, damit Sie langfristig gesund, gut und gerne an der Schule arbeiten!

















