„Ich will nicht, dass man denkt, dass ich eine schlechte Lehrkraft bin. Aber ich merke, dass ich Hilfe brauche.“
Solche oder ähnliche Sätze höre ich oft, wenn es um das Thema Coaching für Lehrkräfte geht. Hilfe zu suchen, sich überfordert zu fühlen, wird leider noch viel zu oft als Makel angesehen. Als Zeichen, dass man seinen Job nicht gut genug macht.
Aber ist das wirklich so?
Ich frage dann gerne zurück:
Ob Adele oder Beyoncé schlechte Sängerinnen sind, nur weil sie regelmäßig mit Stimm- und Performance-Coaches zusammen arbeiten?

Natürlich nicht! Erfolgreiche Musiker, Schauspieler oder Sportler haben Coaches, die sie begleiten – fachlich, mental und gesundheitlich. Jeder versteht, dass sie all das nicht allein schaffen. Ihr Können und ihre stabile Leistung sind das Ergebnis von Talent, Disziplin und Unterstützung.
Warum gestehen wir uns das selbst nicht zu?
Vielleicht liegt es an unserer anerzogenen Perfektion. Dem Glauben, Fehler seien etwas Schlimmes, etwas, das man vermeiden muss. Dabei sind Fehler ein natürlicher Teil des Lernens für unsere Schüler genauso wie für uns.
Perfekte Stunden und ehrliche Worte
Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Zeit im Referendariat. Da wurde ständig von den „perfekten Stunden“ erzählt, die andere gehalten hätten. Alles lief angeblich wunderbar, niemand bekam Kritik. Nur ich! Ich bekam sie.
Und sofort kam der Gedanke: Bin ich einfach nicht geeignet? Bin ich eine schlechte Lehrkraft?
Irgendwann habe ich beschlossen, ehrlich zu sein. Ich sagte:
„Bei mir lief es ehrlich gesagt ziemlich beschissen. Meine Zeiteinteilung war eine Katastrophe, der Einstieg nicht so anregend wie gehofft, ich hab mich total überfordert gefühlt“.
Und plötzlich geschah etwas:
Einige Kolleg*innen, die zuvor noch von ihren perfekten Stunden geschwärmt hatten, fügten kleinlaut hinzu, dass auch sie unzufrieden waren, überfordert oder kritisiert worden sind.
Natürlich war es bei manchen vielleicht wirklich gut gelaufen, aber ich merkte: Das Wort „perfekt“ war eine Art Schutzschild. Schwierigkeiten oder Scheitern wurden lieber verschwiegen.
Warum eigentlich? Wir lernen das doch gerade erst! Und ehrlich gesagt:
Wir lernen ein Leben lang weiter!
Herausforderungen im Lehrerberuf gehören dazu
Jede neue Klasse, jede Schülergruppe bringt neue Herausforderungen. Wir alle kennen diese Situationen, in denen man plötzlich zweifelt, ob man noch auf dem richtigen Weg ist.
Vielleicht ist es die Klasse, die sich einfach nicht bändigen lässt, obwohl man alles über ADHS, Inklusion und Traumapädagogik gelesen hat.
Und trotzdem steht man dann wieder allein vor der Klasse und weiß nicht weiter.
Das ist in Ordnung.
Und es ist normal.
Auch wenn Kolleginnen oder Kollegen sagen: „Also bei mir ist die Klasse ganz toll“, das muss nichts heißen. Nicht jeder ist ehrlich und jeder erlebt Unterricht anders.
Das alles macht Sie NICHT zu einer schlechten Lehrkraft.
Es macht Sie zu einer ehrlichen und reflektierten Lehrkraft. Jemandem, der erkennt, dass manches nicht so läuft, wie gewünscht und der bereit ist, etwas zu verändern.
Coaching als Unterstützung für Lehrkräfte
Lehrercoaching setzt genau hier an:
Es bietet einen geschützten Raum, in dem Sie Ihr persönliches Anliegen besprechen können – vertraulich, ohne dass Kollegium, Schulleitung oder Schulamt davon erfahren.
Natürlich hoffe ich, dass Sie irgendwann auch offen darüber sprechen, dass Sie sich Unterstützung gesucht haben, denn das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.
Aber Coaching ist erst einmal privat, nur für Sie. Für Ihre Zweifel, Herausforderungen, Ängste und Hürden. Alles, was Sie davon abhält, die Lehrkraft zu sein, die Sie gerne wären oder wieder werden möchten.
Um Ihnen eine mögliche Hürde zu nehmen
Um Ihnen noch eine weitere Hürde zu nehmen, möchte ich Sie einladen, nun etwas über den Ablauf eines Coachings bei mir zu lesen. Denn auch das Unbekannte kann abschrecken und vielleicht kommt dabei wieder der Gedanke auf:
Was denkt sie jetzt über mich, wenn ich von meinem Problem erzähle? Vielleicht findet sie es albern oder unwichtig.
Diese Gedanken dürfen Sie getrost beiseiteschieben. Coaching bedeutet zuhören, annehmen und begleiten – nicht bewerten!
Über Probleme darf man reden!
Sylvia Meran (Coach)
So läuft ein Coaching bei mir ab?
Am Anfang steht Ihre Anfrage, per Mail (mail@sylviameran.de) oder über das Kontaktformular. Sie dürfen darin gerne schon etwas über sich erzählen oder einfach Terminvorschläge für ein Kennenlerngespräch machen.
In der Regel bekommen Sie am selben Tag eine Antwort von mir mit einem Terminvorschlag. Ich frage Sie dann auch, ob Sie das Gespräch lieber telefonisch oder per Videokonferenz führen möchten.
Im Kennenlerngespräch geht es vor allem um Sie: Ihre Anliegen, Ihre Hoffnungen, Ihre Fragen. Ich stelle mich vor, erzähle ein wenig über meine Arbeitsweise und Sie dürfen natürlich auch alles fragen, was Sie interessiert.
Wichtig: Am Ende müssen Sie keine Entscheidung treffen. Lassen Sie das Gespräch wirken. Überlegen Sie in Ruhe, ob Coaching – und ob ich – zu Ihnen passen. Nur wenn Sie sich wohlfühlen, kann Coaching gelingen.
Wenn Sie sich für ein Coaching entscheiden, erhalten Sie eine Auftragsbestätigung und eine unterschriebene Verschwiegenheitserklärung. So können Sie sicher sein: Alles, was besprochen wird, bleibt zwischen uns auch nach Abschluss des Coachings.
Dann vereinbaren wir Ihren ersten Termin. Sie dürfen sich gerne Themen oder Fragen überlegen – müssen es aber nicht. Wir beginnen mit einer offenen Runde, in der Sie einfach erzählen können. Ich höre zu, halte fest und wir sortieren gemeinsam, was Sie beschäftigt.
Ich arbeite vor allem mit systemischen und lösungsorientierten Methoden. Wenn ich merke, dass eine Methode für Sie nicht passt, wechseln wir. Jeder Mensch ist anders deshalb soll das Coaching immer zu Ihnen passen, nicht umgekehrt. Gemeinsam entwickeln wir Ihren Weg fernab von Mustervorgaben und Standards.
Nach dem Gespräch bekommen Sie von mir eine E-Mail mit einer kurzen Zusammenfassung unseres Coachings. Sie müssen also nicht mitschreiben. Sie dürfen einfach ganz bei sich bleiben.
Wenn Sie ein Coaching-Paket gebucht haben, begleite ich Sie auch zwischen den Terminen: per Mail, bei Fragen, Zweifeln oder kleinen Rückschlägen, aber auch, um Ihre Fortschritte zu feiern.
Am Ende eines Coaching-Pakets erhalten Sie zusätzlich ein Abschlussprotokoll, in dem Ihre Entwicklung und Ihre Erfolge der letzten Wochen sichtbar werden. Für mich persönlich ist das immer ein ganz besonderer Moment, wenn man die einzelnen Schritte noch einmal in einer Übersicht sieht.
Denn am Anfang fühlen sich diese Schritte oft klein und unscheinbar an. Doch nach drei oder sechs Monaten blickt man zurück und denkt: Wow, das habe ich alles geschafft!
Ihr persönlicher „Wow“-Moment
Und genau da möchte ich Sie hinbegleiten – zu diesem Moment, in dem Sie erkennen:
Ich bin keine schlechte Lehrkraft.
Ich bin eine mutige, ehrliche und engagierte Lehrkraft, die bereit ist, zu wachsen.
Denn ich bin überzeugt: Sie sind gut und Sie können noch besser werden.
Nicht, weil Sie schlecht sind, sondern weil Sie sich weiterentwickeln wollen.
Und das ist das Beste, was Sie Ihren Schülern, Ihrer Schule und sich selbst schenken können.


















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